Zwei Jahre lang hat „Ab in die Stadt“ in Aschaffenburg Akteure aus Handel, Gastronomie, Kultur und Immobilienwirtschaft zusammengebracht. Zum Ende des Förderprogramms fällt die Bilanz der Beteiligten positiv aus – und der Blick geht nach vorn.

Strukturelle Veränderungen, Leerstand und neue Nutzungskonzepte: Das Projekt Ab in die Stadt ist eine gemeinsame Initiative von lokalen Händlern, der Stadt Aschaffenburg (Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing) und dem Handelsverband Bayern. Unterstützt wurde die Initiative mit 55.000 Euro aus dem bayerischen Förderprogramm Neue Läden und neue Ideen für Bayerns Innenstädte des Wirtschaftsministeriums. Ziel war es, Geschäfte zu binden und lokale Fachgeschäfte zu erhalten (u. a. durch Mietkostenzuschussprogramme). Außerdem wurde versucht, den Leerstand in Aschaffenburg durch professionelle Objektbewertung und gezieltes Flächenmanagement zu bekämpfen. Und nicht zuletzt wurden die innerstädtischen Akteure mit den Immobilienbesitzern vernetzt.
Im Zuge des Projekts wurden leerstehende Ladenflächen als temporäre Pop-up-Stores, Ausstellungsflächen oder Event-Locations für Gründer, Künstler, Vereine und Händler kostenfrei zur Verfügung gestellt. HBE-Bezirksgeschäftsführer Volker Wedde begleitete das Aschaffenburger Projekt maßgeblich. „Die Arbeit an den strukturellen Entwicklungen und Veränderungen einer Innenstadt ist heute mehr denn je von Bedeutung“, sagt er. Sie sei zwar komplex und weniger sichtbar als Marketingaktionen, bilde aber die Grundlage für einen zukunftsgerichteten Weg. „Wir brauchen nicht nur in Aschaffenburg neue Konzepte, um Impulse für eine lebendigere Innenstadt zu setzen.“ Wichtig sei nun, das entstandene Netzwerk zu verstetigen. „Mit ‚Ab in die Stadt‘ ist es gelungen, die Eigentümer als Innenstadt-Akteure aktiv mit einzubinden. Das ist bis jetzt in keiner Stadt in Unterfranken so geglückt.“
