Der Runde Tisch der Stadt Nürnberg zu Sonntagsöffnungen und langen Einkaufsnächten ist ohne Ergebnis geblieben. HBE-Bezirksgeschäftsführer Andreas Schöffel kritisiert in einem Brief an die Stadtratsfraktionen, dass die Stadt die Möglichkeiten des neuen Ladenschlussgesetzes bislang nur eingeschränkt nutzt.

„Anders als in anderen Städten Bayerns wurden für 2026 lediglich zwei Sonntagsöffnungen und zwei lange Verkaufsnächte zugelassen“, schreibt Schöffel. Dabei hätten die bisherigen Sonderöffnungen gezeigt, dass sie die Innenstadt beleben. Eine Kundenumfrage ergab zudem, dass sich fast 84 Prozent mehr Sonderöffnungen in Nürnberg wünschen. „Sonderöffnungen schaffen Aufenthaltsqualität, Begegnungsmöglichkeiten und ein urbanes Lebensgefühl“, betont Schöffel. Für 2027 fordert er deshalb, den gesetzlichen Rahmen von vier Verkaufssonntagen und acht langen Einkaufsnächten möglichst vollständig auszuschöpfen. Schöffel: „Die Stadt Nürnberg muss für das Jahr 2027 und die weiteren Jahre eine mutige und zeitnahe (...) Entscheidung treffen.“
