Die Lage im deutschen Einzelhandel bleibt angespannt und die Folgen sind in vielen Innenstädten längst sichtbar. Der HDE erwartet für 2026 einen Verlust von rund 4.900 Geschäften. Bei dieser Zahl sind die Neueröffnungen in der Branche bereits gegengerechnet.

Laut HDE-Prognose dürfte die Gesamtzahl bis Jahresende auf etwa 296.600 Geschäfte sinken. Dies ist deutlich weniger als noch vor zehn Jahren mit 366.800 Standorten. Besonders bei vielen mittelständischen Händlern ist die Lage ernst. Der HDE drängt deshalb massiv auf längst überfällige Reformen: Die Politik müsse Unternehmen spürbar entlasten, vor allem bei Energie- und Personalkosten. Gefordert werden außerdem eine Senkung der Stromsteuer für alle sowie eine Begrenzung der Lohnnebenkosten auf 40 Prozent. Zudem sollten Vermieter stärker auf umsatzabhängige Mieten setzen.
