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15.01.2026

Kulturkampf abgesagt: Verbraucher setzen beim Essen auf Wahlfreiheit und moderaten Wandel

Eine vom Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) beauftragte repräsentative Forsa-Umfrage zum Ernährungsverhalten der Verbraucher in Deutschland zeigt, dass die Bevölkerung beim Essen auf Wahlfreiheit und einen moderaten Wandel setzen. Ideologisch aufgeladene Debatten rund um Vorgaben und Verbote, etwa zur Fleischbezeichnung für vegane Produkte („Veggie-Ban“), stehen demnach nicht im Vordergrund. Stattdessen rücken Geschmack, Preis und individuelle Entscheidungen der Verbraucher in den Mittelpunkt. Hinsichtlich der Bandbreite von pflanzlichen bis tierischen Produkten zeigt sich eine hohe Flexibilität anstelle einer Polarisierung.

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Die Umfrage macht deutlich, dass Fleisch fester Bestandteil der Ernährung ist und bleibt: 52 Prozent sehen sich als omnivor, essen also Alles. Gleichzeitig ernähren sich 38 Prozent flexitarisch, vier Prozent vegetarisch und zwei Prozent vegan. 

Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Realität der Verbraucher von einem „sowohl als auch“ anstatt eines „entweder, oder“ geprägt ist. 

Auch zeigt sich, dass der Konsum weniger moralisch aufgeladen ist als es die Debatten teils suggerieren: Entscheidend ist vor allem der Geschmack – mit 79 Prozent. Und auch der Preis der Lebensmittel ist ein entscheidender Faktor: für 82 Prozent ist ein günstiger Preis wichtig. 39 Prozent der Befragten achten auch auf Tierwohl und 13 Prozent legen ein besonderes Augenmerk auf Bio-Qualität. Grundsätzlich ist 56 Prozent der Befragten die Kennzeichnung wichtig. 

Auch beim Blick in die Zukunft zeichnen sich Bodenständigkeit und ein moderater Wandel ab: Mit Blick auf die nächsten drei Jahre wollen 94 Prozent ihre gewohnten Produkte weiterhin im Lebensmittelhandel bekommen. 40 Prozent wünschen sich mehr Tierwohlfleisch und neun Prozent wollen weniger tierische Produkte essen bzw. darauf verzichten.

„Essen ist Kulturgut und nicht Kulturkampf. Die Realität im Konsum ist von pragmatischer Flexibilität und nicht von Polarisierung oder Verzicht geprägt. Verbraucher wollen bewusst einkaufen, nicht grundsätzlich anders essen. Sie möchten selbst entscheiden, was auf den Teller kommt, und leben einen stetigen moderaten Wandel. Die Umfrage zeigt, dass sich Verbraucher vorrangig an Geschmack und Preis orientieren und einen breiten, flexiblen Ernährungsstil leben. Dazu gehört auch eine moderate Wandlungsbereitschaft, Tierwohl ist und bleibt wichtig. Das Angebot im Handel wird von den Kunden positiv bewertet. Das breite Spektrum an tierischen und pflanzlichen Produkten in den Regalen entspricht den hohen Erwartungen.“, so Björn Fromm, BVLH-Präsident.

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