Mit Blick auf den Digital-Gipfel der Bundesregierung am 2. und 3. November 2026 fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) eine Digitalpolitik, die Europas digitale Souveränität stärkt, Sicherheit und Vertrauen gewährleistet, Innovation ermöglicht und insbesondere kleine und mittlere Unternehmen bei der Digitalisierung unterstützt.
„Die Wettbewerbsfähigkeit des Einzelhandels hängt zunehmend von digitalen Infrastrukturen, Plattformen und technologischen Schlüsselkomponenten ab. Unternehmen müssen auf leistungsfähige Lösungen zugreifen, unterschiedliche Anbieter nutzen und ihre digitalen Geschäftsmodelle weiterentwickeln können. Digitale Souveränität wird wirksam, wenn Unternehmen echte Alternativen haben und diese wirtschaftlich nutzen können. Einseitige Abhängigkeiten von einzelnen Technologieanbietern können dagegen die unternehmerische Wahlfreiheit einschränken und die Position europäischer Unternehmen im Wettbewerb schwächen“, so der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp.
Aus Sicht des HDE braucht es leistungsfähige digitale Infrastrukturen, einen praxistauglichen Rechtsrahmen, fairen Wettbewerb und einen konsequenten Abbau unnötiger Bürokratie. Tromp: „Digitalisierung setzt Vertrauen voraus. Unternehmen und Verbraucher müssen sich auf sichere Systeme, den Schutz ihrer Daten und die Durchsetzung geltenden Rechts verlassen können. Dazu gehören verlässliche digitale Identitäten, sichere Zahlungsinfrastrukturen und ein wirksamer Schutz vor Betrug.“
Bei der Regulierung von künstlicher Intelligenz (KI) mahnt der HDE: „Die KI-Verordnung muss einheitlich, praxisnah und mit möglichst geringem bürokratischem Aufwand umgesetzt werden. Zudem sollten Unternehmen beim KI-Einsatz durch verständliche Leitlinien, niedrigschwellige Beratung und praxistaugliche Erprobungsmöglichkeiten unterstützt werden“, so Tromp.
Den vollständigen 5-Punkte-Plan des HDE zur Digitalisierung finden Sie hier zum Download.
